Was sind blutdruckabhängige Verlaufsdaten?
Blutdruckabhängige Verlaufsdaten entstehen mit jeder Herzaktion. Jeder Herzschlag erzeugt Druck-, Bewegungs- und Pulswellen, die sich im Herz-Kreislauf-System ausbreiten und mit Blutgefäßen, Gewebe sowie der Körperoberfläche wechselwirken. Dabei entstehen kontinuierlich physiologische Informationen, die von Herzschlag zu Herzschlag übertragen werden.
Diese Verlaufsdaten enthalten nicht nur Informationen über den Blutdruck, sondern auch über die Funktion und Regulation des Herz-Kreislauf-Systems. Sie spiegeln die Reaktion des Körpers auf Belastung, Erholung, Atmung und weitere physiologische Einflüsse wider. Im Gegensatz zu einem einzelnen Messwert ermöglichen sie die Betrachtung des zeitlichen Verlaufs der kardiovaskulären Regulation.
Blutdruckabhängige Verlaufsdaten können mit unterschiedlichen physikalischen Messverfahren erfasst werden. Hierzu zählen unter anderem Licht (PPG), Schall, Ultraschall, elektrische Signale (EKG), Pulswellenlaufzeit (PTT), Radar, Bioimpedanz, Temperatur, Tonometrie sowie die klassische Blutdruckmanschette. Trotz ihrer unterschiedlichen physikalischen Messprinzipien erfassen diese Verfahren dieselbe zugrunde liegende physiologische Information.
Nicht das Messverfahren bestimmt die Aussagekraft, sondern die blutdruckabhängigen Verlaufsdaten, die es enthält.
Ich halte insbesondere den letzten Satz für den entscheidenden Kernsatz. Er bringt den eigentlichen Gedanken deiner Methodik auf den Punkt: Die Sensoren sind austauschbar – entscheidend ist die gemeinsame physiologische Information, die sie erfassen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutdruckabh%C3%A4ngige_Verlaufsdaten